Dienstag, 21. Oktober 2014

Vorlesen als Allzweckwaffe

Es gibt Momente in denen ich doch merke, dass es nicht so einfach ist gleichzeitig drei Kinder zu betreuen, wenn man alleine ist.
Einer dieser Momente ist das Stillen. Stillen dauert etwas und ich kann in dieser Zeit nicht unbedingt sofort loslaufen und nach den beiden großen Mäusekindern schauen. Was macht man also alleine mit zwei Kleinkindern während man stillt?

Variante 1:
"Kinder, ihr seid schon groß und heute besonders artig. Bitte geht in eure Zimmer und spielt schön." Nach 15 Minuten gehe ich in das Zimmer vom Kuschelbär. Beide Kinder spielen einträchtig mit der Straxbahn und lächeln mich beim Eintreten an. Okay, das hätte ich mir so gewünscht. Bei uns lassen die Kinder in der Zeit lieber ihrer Kreativität freien Lauf. Das Ergebnis könnte dann eine überflutete Kinderküche oder kreativ verzierte Wände sein.

Variante 2:
"Kinder, beim letzten Mal hat das Spielen in euren Zimmern nicht geklappt. ihr müsst jetzt hier bleiben und euch kurz zu mir setzen, bis der Knuddelkäfer fertig ist."
Ich muss dazu sagen, dass der Kleine nur trinkt, wenn es relativ ruhig ist. Bei jedem Geräusch dockt er ab und will gleich sehen was passiert ist. Und ein 4-Jähriger und eine 3-Jährige können nicht so lange still sitzen und sich unterhalten. Zumindest meine nicht. Spätestens wenn die Mäusekinder das  Bett als Trampolin benutzen, wird es Zeit sich eine andere Variante zu überlegen.

Variante 3:
"Kinder, der Knuddelkäfer hat Hunger. Kommt ihr bitte zu mir wir lesen ein Buch zusammen."
Lesen geht bei unseren beiden großen Mäusekindern immer. Sie saugen die Bücher geradezu auf. Auch nachdem das Stillen beendet ist, bleiben wir zusammen sitzen bis das Buch komplett fertig gelesen ist. Sogar der Knuddelkäfer ist total ruhig und lässt sich berieseln. Einziger Nachteil, wir müssen jetzt öfter in die Bibliothek, weil sich unser Bücherkonsum nochmal erhöht hat. Es gibt natürlich wirklich Schlimmeres.

Ich bin so froh, dass alles so gut klappt und merke immer mehr wie sich unser Leben als Familie einspielt. Der Knuddelkäfer passt perfekt zu uns und fügt sich nahtlos ein. Die beiden Großen lieben ihren kleinen Bruder abgöttisch. Im Moment ist alles wunderbar und wenn jetzt noch Papa Maus öfter bei uns sein könnte, wäre ich wunschlos glücklich.

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