Montag, 9. Februar 2015

Nichts geht mehr

Ich liege im Bett. Die Kinder turnen auf mir herum, ich bin zu schwach um mich zu wehren. Ich kann sie heute nicht in den Kindergarten bringen. Frühstück muss warten. Oma und Opa sind informiert und kommen gleich. Dann gibt es für die Kinder Frühstück und für mich vielleicht etwas Ruhe.

Die Hebamme sollte in einer Stunde bei mir sein. Ich weiß jetzt schon was sie sagen wird: üble Brustentzündung. Es fing gestern Abend mit leichten Schmerzen in der rechten Brust an. Sie war hart, warm und gerötet. Ich dachte ich bekomme es in den Griff. Leider ist der Knuddelkäfer auch krank. Er hat an einer Erkältung zu knabbern. Deshalb hat er heute das erste Mal durchgeschlafen. Ich war hingegen die gesamte Nacht munter. Stündlich bin ich an sein Bett getigert und habe gehofft er wird munter und ich kann ihn anlegen. Trotz immer stärker werdender Schmerzen habe ich ihn nicht geweckt. Der arme Kerl hat so herzzerreißend geschieft. Ich konnte seinen Genesungsschlaf nicht unterbrechen. Um 4:30 Uhr nach 9,5 Stunden ist er aufgewacht und ich konnte ihn endlich anlegen. Mittlerweile tun beide Brüste weh. Ich habe Fieber und kann mich kaum bewegen. Es war ein Fehler ihn schlafen zu lassen. Trotzdem würde ich es wieder machen. Ihm geht es ein bisschen besser, dafür bin ich jetzt außer Gefecht.

Jetzt heißt es Bettruhe, soweit das möglich ist mit drei kleinen Kindern. Kühlen, wenn ich nicht anlege. Am besten mit Quarkwickeln. Kühlpads tun es zur Not auch. Wärmen vor dem Anlegen. Zum Glück habe ich ein winziges Kirschkernkissen, dass hervorragend in den BH passt. Ich stille den Kleinen im 1,5- bis 2-Stunden-Takt und hoffe, dass mich dabei keiner beobachtet. Die Verhärtung sitzt oberhalb der Brustwarze und ich muss im Vierfüßlerstand stillen. Sehr unangenehm. Vor allem da ich so höllische Kopf- und Kreuzschmerzen habe. Was muss, das muss. Schließlich muss ich schnell wieder gesund werden.

Ein Glück, dass meine Eltern zur Stelle sind. Der Mann ist weg und kann frühestens am Mittwoch nach Hause kommen. Ich bin gespannt, wie der Rest der Woche verlaufen wird.
Bin ich krank, stürzt der Alltag in sich zusammen. Wir laufen auf Notbetrieb und ich weiß jetzt schon, dass ich nach meiner Genesung viel zu tun haben werde. Deshalb wäre es am besten, wenn ich nie krank werden würde. Aber leider kann man sich das nicht aussuchen.

So und jetzt schlafe ich mich erst mal gesund.

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