Dienstag, 11. August 2015

40,3° und ich spreche nicht von den sommerlichen Temperaturen

Nachdem wir Donnerstagnacht aus den Ferien in Italien zurück sind, ging es dem Knuddelkäfer nicht gut. Bereits Freitagmittag hat der kleine Mann 39,3º Fieber, aber keine weiteren Krankheitssymptome. Mit einem Zäpfchen fiel das Fieber bis auf 38,6º. Der Knuddelkäfer aß und trank aber gut und schlief auch ohne Probleme. Bis dahin noch kein Grund zur Sorge. Ich bin zwar aufgrund der Blasenentzündungsproblematik beim Kuschelbär immer etwas sensibel, wenn hohes Fieber ohne weitere Symptome auftritt, aber wir wollten mit dem Arztbesuch abwarten. Schließlich hätte das Fieber auch auf eine Sommergrippe hinauslaufen können.
Leider war dem nicht so. Am Samstag stieg das Fieber in ungeahnte Höhen. Schon vor dem Fiebermessen wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Unser Einjähriger konnte seinen Kopf kaum alleine halten. Er jammerte und schien regelrecht zu glühen. Das Fieberthermometer bestätigte den subjektiven Eindruck: 40,3º C. Leider hatte der Bereitsschaftsarzt erst um 17 Uhr Sprechstunde. Er beruhigt uns, wir könnten ruhig bis dahin abwarten, sollte sich allerdings der Allgemeinzustand verschlechtern müssten wir ins Krankenhaus fahren. Ein erneutes Zäpfchen brachte nur wenig Temperatursenkung: 39,8º, aber dafür große Linderung. Der Knuddelkäfer begann wieder zu spielen. Scheinbar kann sein Körper diese Temperaturen gut aushalten und fährt erst bei über 40º in den Notbetrieb. Ihm ging es sogar so gut, dass wir den Nachmittag mit Freunden im Garten verbringen konnten.
Um 17 Uhr stand ich in der Kinderarztpraxis. Bis auf einen geröteten Rachen war nichts zu finden. Der Arzt sprach von einen Sommerinfekt und verschrieb uns Ibuprofen-Zäpfchen, die wir notfalls im Wechsel mit den Paracetamol-Zäpfchen geben könnten. Ich kenne das bereits vom Großen. Durch die unterschiedlichen Wirkstoffe kann man die Zeit von einem Zäpfchen zum nächsten halbieren und das Fieber kann zwischenzeitlich nicht mehr so hoch steigen. Außerdem reagieren die Kinder unterschiedlich stark auf die beiden Wirkstoffe, sodass mit einem anderen Zäpfchen einen bessere Kontrolle des Temperaturanstiegs erzielt werden kann.
Auf dem Weg zur Notfallapotheke baute der Knuddelkäfer rapide ab. Das Fieber muss wieder jenseits der 40º-Marke gelegen haben. Er kuschelte sich eng an mich, brabbelte nicht und schaute sich auch nicht mehr um. Ich holte nur schnell das Zäpfchen und gab ihm direkt im Auto das erste, damit wir den Heimweg beruhigt antreten konnten.
Zuhause angekommen hatte das Zäpfchen bereits gewirkt und ich holte ein glückliches Kleinkind aus der Babyschale. Da das Zäpfchen so gut wirkte musste ich gar nicht im Wechsel die anderen Zäpfchen geben.
Sonntag war das Fieber immer noch jenseits der 39º, aber dem Käferchen ging es gut. Sonntagabend wusste ich dann auch, was der kleinen Mann hatte: er bekam Ausschlag auf dem Bauch, dem Rücken und im Gesicht. Uns hatte das Drei-Tage-Fieber erwischt. Bisher kannte ich die Symptome nur vom Hörensagen und aus dem Internet. Weder der Kuschelbär noch die Kaisermotte hatten darunter zu leiden. Ehrlich gesagt, war ich über den Ausschlag erleichtert. Endlich wusste ich warum der kleine Mann so hohes Fieber hatte. Laut Internet sollte das Fieber ungefähr 3 Tage anhalten und dann ein paar Tage lang der Ausschlag, der nicht juckt, sichtbar sein.
Montag war das Fieber komplett vergessen, dafür sah der kleinen Mann bei der Geburtstagsfeier seinen Schwester wie ein kleinen Streuselkuchen aus. Heute ist der Ausschlag im Gesicht bereits besser, mal sehen wie lange es dauert bis er komplett verschwindet.

Es gibt so viele Kinderkrankheiten, die man erst kennenlernt, wenn man selbst Kinder hat und glaubt mir ich würde lieber darauf verzichten sie alle persönlich kennengelernt zu haben. Mit drei Kindern ist die Chance allerdings sehr gering, irgendeine Krankheit auszulassen.
Das Drei-Tage-Fieber muss man auch nicht unbedingt haben, aber zum Glück ist es, bis auf die geringfügig erhöhte Gefahr für einen Fieberkrampf, harmlos.

Ich hoffe, damit haben wir nach der Mundfäule für dieses Jahr unsere Dosis Kinderkrankheiten durch. Wünscht uns Glück und vor allem Gesundheit.

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