Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Welt der Worte

Mit seinen fast 1,5 Jahren beginnt der Knuddelkäfer die Macht der Worte für sich zu nutzen.

Er brabbelte schon lange ausgiebig in seiner eigenen Sprache. Leider konnten wir von seinen oft minutenlangen Monologen keinen Ton verstehen. Was uns aber auffiel war, dass er immer wieder die gleichen Laute benutzte, so als ob er wirklich etwas konkretes benennen wollte.

Die einzigen verständlichen Worte waren Mama und Papa. Wobei er oft die falsche Person damit meinte.



Vor ein paar Wochen begann er dann plötzlich und ohne Vorwarnung nach dinken zu verlangen. Er wollte etwas trinken und nutzte das Wort auch immer wieder. Der Durchbruch war gekommen.
Ab diesem Zeitpunkt versuchte er immer häufiger vorgesprochene Worte zu wiederholen und begann sie in seinen aktiven Wortschatz zu übernehmen.

Mittlerweile spricht er sehr viel und täglich kommen neue Worte hinzu. Viele der Worte kann er noch nicht fehlerfrei aussprechen, aber da er sie immer wiederholt wissen zumindest Papa Maus und ich was er meint.
Sein Wortschaft umfasst mittlerweile mehr als 40 Worte*.

Was mir allerdings aufgefallen ist, dass er leider auch Worte wieder verlernt. Anfangs war er total verrückt nach Bananen und hat täglich mindestens eine gegessen. Nane für Banane war eins seiner Lieblingswörter. Genauso wie ihm die Lust auf diese Obst vergangen ist, nutzt er das Wort auch nicht mehr.
Außerdem sagte er immer recht deutlich dinken für trinken, beschränkt sich aber neuerdings auf dinner. Scheinbar mag er dieses Wort lieber.

Knuddelkäfer im Bett mit Traktor und Auto im Arm

Das wirklich tolle am Sprechen ist allerdings, dass unser Zusammenleben jetzt so viel entspannter ist. Wussten wir vorher nicht warum er schrie, kann er uns jetzt einfach sagen, ob heute das Licht an oder aus sein soll.
So wird sogar das zu-Bett-bringen einfach:
Der Knuddelkäfer bekommt eine Nachtwindel und seinen Schlafanzug an. Ich setzt ihn ins Bett und bitte ihn sich hinzulegen. Er verlangt nach seiner Decke und wird zugedeckt. Dann möchte er seinen Daktor (Traktor) und sein Brum (Auto). Danach ruft er Lich. Das Nachtlicht wird eingeschaltet. Ich frage noch ob er auch Musik haben möchte, je nach Tagesform fällt die Entscheidung immer anders aus. Ich sage noch gute Nacht und er ruft mir enthusiastisch Na-Na hinterher. Ich lösche das Licht und verlasse den Raum. Kurze Zeit später schläft der kleine Mann friedlich und vor allem zufrieden ein.

An der Stelle bleibt mir nur euch allen so ein entspanntes Kleinkind wie unseren kleinen Sonnenschein zu wünschen.

Gute Nacht

* Nachfolgend noch der aktuelle Wortschatz des Knuddelkäfers:
Mama, Papa, *Kuschelbär*, Memi (Maggie unser Hund), Dali (Charly der Hund von Oma und Opa), dinner (trinken), Käse, Wus (Wurst), Lami (Salami), Lade (Marmelade), Bapfel (Apfel), dande (Danke), datda (das da), ja, nei (nein), Na (Nase), Bauch, Beme (Beine), dada (Füße/Schuhe), Binger (Finger), Baby, Lich (Licht), Heija, Bett, Na-Na (Gute Nacht), Decke, Daktor (Traktor), Brum (Auto), Datze (Katze), Wuffwuff (Hund), Mäh (Schaf), Muh (Kuh), Bembe (Biene), Ba (Ball), Bisi, Dacki (Kacki), Lette (Toilette), Dern (Stern), Bam (Baum), ...
Die Liste ist bestimmt nicht vollständig, da er so schnell neues lernt und vor allem auch ständig die Aussprache einzelner Worte verbessert.

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