Donnerstag, 25. Februar 2016

Danke lieber Schutzengel

Heute ist ein Alptraum wahr geworden: Eines der Kinder ist die Treppe heruntergefallen.

Treppe die der Kuschelbär heruntergefallen ist

Die Mäusekinder konnten heute nicht in den Kindergarten, weil der Kuschelbär eine leichte Bindehautentzündung hat.

Auf dem Weg in sein Zimmer in der unteren Etage passierte es. Die Haushaltshilfe folgte ihm, musst aber noch mal zurück. In dem Moment hörte ich nur ein paar laute Rumpler und ich wusste sofort was passiert war. Ich sprang auf und rannte - trotz schmerzender Symphyse - in den Flur. Ein kurzer Blick in das entsetzte Gesicht der Haushaltshilfe genügte um zu wissen, dass der kleine Kerl tatsächlich die Treppe heruntergestürzt war.

Ich schrie nach meinem Mann, der gerade in seinem Büro an einer Videokonferenz teilnahm.

Auf der Treppe lag der Kuschelbär nicht mehr. Er schrie aus dem Untergeschoss. Ich nahm die Treppe so schnell ich konnte und fand im im Flur sitzend. Er schluchzte und war völlig außer sich. Die Haushaltshilfe nahm ihn direkt auf den Arm und wir brachten ihn in die Küche.

Als erstes nahmen wir seine Verletzungen auf:
- Rücken: von oben bis unten feuerrot, auf ihm scheint er hinunter gerutscht zu sein
- Kopf. eine große Beule mit einem kleinen blutunterlaufenen Fleck in der Mitte, dort scheint er gegen die Wand gestoßen zu sein
- Oberschenkel: ein eiergroßes blaues Fleck, wahrscheinlich auch vom Einschlag an der Wand
- Kinn: blaues Fleck und leichte Abschürfung, wahrscheinlich durch Aufschlag auf eine Stufe
- kleiner Finger: aufgeschürft, wahrscheinlich an der Rauhputzwand

Ansonsten schien der Kuschelbär fit. Trotzdem informierte ich direkt Oma und Opa. Sie machten sich umgehend auf den Weg. In der Zeit kühlten wir Kopf und Oberschenkel.
Der Kuschelbär beschrieb seinen Sturz folgendermaßen. Er scheint direkt die zweite Stufe verpasst zu haben und ist dann (zu seinem großen Glück) auf dem Rücken nach unten gerutscht und nicht kopfüber gefallen. An der Biegung konnte er allerdings nicht ausweichen und ist mit dem Kopf gegen die Wand geknallt und durch den Schwung auch noch die letzten Stufen heruntergepurzelt.

Die Kaisermotte war trotz unsere Beteuerungen, dass nichts schlimmes passiert sei, sehr besorgt und wollte nicht, dass wir ihren großen Bruder zum Arzt bringen. Ich denke, sie hatte Angst, dass er ins Krankenhaus muss.

Die Hausärztin untersuchte den kleinen Sturzmichel sehr genau und bestätigte unseren ersten Eindruck: Der Schutzengel unseres kleinen Mannes hatte gute Arbeit geleistet. Für einen Sturz über mehr als 12 Stufen hat der Kuschelbär erstaunlich wenige Verletzungen. Ich war so erleichtert, dass sie auch nichts anderes feststellen konnte.

Als wir nach Hause kamen, rannte die Kaisermotte direkt an der Haustür auf den Kuschelbär zu und umarmte ihn überschwänglich. Wahrhaftige Geschwisterliebe.

Wir werden demnächst an der anderen Seite noch ein zweites Geländer installieren und hoffen, dass so etwas nie wieder passiert. So einen Schreck brauche ich nicht noch einmal, auch wenn es diese Mal glimpflich abgelaufen ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn der Kuschelbär kopfüber gefallen wäre...


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