Montag, 27. Juni 2016

Erster Tag allein mit vier Kindern

Nachdem Papa Maus mitten in der Nacht aufgebrochen ist begann mein Tag heute früh.

6:30 Uhr klingelte der Wecker. Ich gebe zu, dass ich noch kurz im Bett liegen geblieben bin und ein bisschen Nachrichten gelesen habe. Um 6:45 Uhr schwang ich mich aus den Federn und machte mich tagesfein. Das Haus war überraschenderweise noch immer ruhig.

Ich begab mich in die untere Etage und ließ als ersten den Hund raus. Dann suchte ich Anziehsachen für die drei Großen und spielte Weckdienst. Die Kinder standen alle ohne zu murren auf und begannen sich anzuziehen. Ich musst wieder nach oben, weil der Knuffelhase aufgewacht war und dies lauthals kund tat.

Kind im Tragetuch


Mittlerweile hatte sich der Kuschelbär bereits angezogen und ich schickt ihn in die Küche zum Zähneputzen. Die Kaisermotte hat bereits begonnen sich und den Knuddelkäfer auszuziehen. Der Kuschelbär bespaßte den Kleinsten und ich wickelte den Knuddelkäfer, während sich die Kaisermotte anzog. Leider fühlte er sich recht warm an und die Messung mit den Fieberthermometer ergab leicht erhöhte Temperatur. Ich hoffe er brütet nichts aus.

Endlich waren alle in der Küche. Die Kaisermotte putzte sich die Zähne, der Kuschelbär kämmte seine Haare und ich schmierte Brote und schnitt Obst.
Während der Knuddelkäfer ein bisschen Birne knabberte, füllte der Kuschelbär die Brotbüchsen und ich frisierte die Kaisermotte. Der Hund machte unbeeindruckt von dieser effizienten Organisation Frühstück.

Während sich die beiden Großen ihre Jacken und Schuhe anzogen, machte ich den Knuddelkäfer fertig und schnallte ihn im Kinderwagen an. Danach passten die beiden großen Mäusekinder auf ihn auf und ich eilte nach oben um den Knuffelhasen in Rekordtempo aus der Wippe zu holen, zu wickeln und ins Tragetuch zu binden.

Sehr pünktlich um 7:45 Uhr verließen wir das Haus Richtung Kindergarten und kamen dort auch pünktlich um 8:00 Uhr an. Ich war freudig überrascht, wie reibungslos alles geklappt hatte und vor allem wie gut die beiden Großen mir geholfen haben. Einzig der Knuddelkäfer hatte im Kinderwagen noch Hausschuhe an.

Nachdem wir wieder Zuhause waren, frühstückten wir in Ruhe. Den restlichen Vormittag spielte ich mit dem Knuddelkäfer und stillte und wickelte den Knuffelhasen. Mehr wollte ich mir am ersten Tag nicht zumuten. Der Haushalt kann warten.

Kurz nach 11 Uhr packte ich die beiden Kleinen und wir holten die Großen vom Kindergarten ab. Zuhause angekommen ging ich nach oben um den Knuffelhasen aus dem Tuch zu lassen. Der Knuddelkäfer war währenddessen noch im Kinderwagen. Ich wunderte mich wieso der Kuschelbär noch nicht oben war. Er rief mir von unten zu, dass er nur schnell den Knuddelkäfer auszieht. So hatte ich Zeit schnell den Griesbrei fürs Mittagessen anzusetzen. Die Kinder deckten den Tisch und konnten wenige Minuten später essen. Ich stillte derweil den Knuffelhasen.

Nach dem Mittag ging es für alle ins Bett. Der Knuddelkäfer schlief unten in seinem Bett und der Rest oben bei mir in Ehebett. Während ich stillte, las ich vor und kurz darauf schliefen fast alle. Nur die Kaisermotte wollte und wollte nicht einschlafen, verhielt sich jedoch ruhig. Als sie endlich eingeschlafen war, war es schon relativ spät und so wunderte es mich nicht, dass alle bis kurz vor 17 Uhr geschlafen haben. 

Als erste war der Knuffelhase munter und hatte Hunger. Kurz darauf rief auch schon der Knuddelkäfer aus der unteren Etage ich schickte den ebenfalls munteren Kuschelbär nach unten, da ich noch nicht mit dem Stillen fertig war.

Unten angekommen entdeckte ich, dass der Knuddelkäfer hoffnungslos ausgelaufen war. Leichter Durchfall. Das torpedierte meine Plan, den Haushalt heute ruhen zu lassen. Gemeinsam mit dem Kuschelbär zog ich das Bett ab und machte den Knuddelkäfer wieder salonfähig. Mittlerweile war es zu spät zum Rausgehen. Es war 18 Uhr und somit Zeit für Fußball. Ich schaltet den Kindern den Fernseher an und verschwand in die Waschküche um die Bettwäsche zu waschen und backte schnell ein Weißbrot fürs Abendessen.

Die folgende Idylle ist kaum in Worte zu fassen. Deshalb ein paar Bilder:

Babyhängematte

Kinder kuschelten zusammen oder auch mit mir und

Kinder spielen gemeinsam

spielten gemeinsam.

Nach dem Abpfiff und eigentlich viel zu spät aßen wir Abendbrot. Leider gab es dabei und danach doch noch ein bisschen Knatsch, aber zum Glück ging das schnell vorbei. Die Großen verwanden in ihren Betten, während ich den Knuddelkäfer bettfertig machte.

Pünktlich zum Anpfiff des anderen Spiels saß ich tatsächlich wieder vor dem Fernseher. Die Wäsche rumort im Trockner und mein Magen macht das gleiche. Ich wollte noch schnell diesen Post beenden, merke aber ziemlich bald, dass das Rumoren doch ernstere Ursachen hat. Ich verschone euch mit Details und hoffe inständig, dass es kein fieser hochansteckender Magen-Darm-Virus ist.

Es wäre auch zu schön gewesen. Die Kinder waren so kooperativ und hilfsbereit, es gab fast keinen Streit und sogar der Knuffelhase schläft außerordentlich viel. Da musst noch etwas anderes kommen. Ich mache mich jetzt ins Bett und hoffe, dass die Magenverstimmung morgen überstanden ist.

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